Ein Vielfraß reißt seiner Beute gern den Kopf ab, und wo es Bäume gibt, klettert er hoch hinauf, um Rentierköpfe oder ganze Kälber in Bäumen zu deponieren. Dass er dazu die Kraft hat, ist beinahe unbegreiflich und trägt zur Entstehung von Schreckensgeschichten bei. Er wiegt nur fünfzehn Kilo, ein Rentier etwa das Zehnfache. Manchmal drapieren Vielfraße verschiedene Teile ihrer Beute in mehreren Bäumen, was fast wie ein Voodoo-Ritual anmutet. Es ist schwer zu sagen, wo die Wirklichkeit aufhört und die Folklore beginnt, aber angeblich graben sich Vielfraße unter ihrer Beute ein, um sie zu bewachen, nachdem sie sie mit stark riechenden Sekreten markiert haben. Sie stehen ganz oben in der Nahrungskette und brauchen keine andere Tierart zu fürchten. Sie gehören zu den wenigen Arten, die damit rechnen können, satt zu sterben, aber warum findet man nie einen toten Vielfraß? Nun, die wenigsten sterben eines natürlichen Todes, ein Großteil wird von Menschen getötet.