schreiben in der bibliothek was für doktoranden
schreiben im büro was für journalisten fest angestellt
schreiben im schlafanzug schriftstellersache ganz klar
leichte verwahrlosung am morgen dreimal kaffee dusche erst um halb vier
irgendwas essen ausgehn nach post sehn den kopf lüften die augen aus der nahsicht befrein
keine lust auf frühe heimkehr einkauf wird sich schon noch was finden kekse oder äpfel egal
und kaffee ist trinkbar zur not auch ohne milch (geht schließlich nicht um genuss)
laufen den abend genießen hoch immer höher steigen über treppen dann leitern bis aufs dach
und noch ein kleines ein winziges stück drüber hinaus
spät nach hause kommen müde hungrig aber doch noch ein letzter blick aufs geschriebene vom tag
fluchen heulen entsetzen sich nüchtern sagen dann auf morgen schwerer fall ins bett
in jeans und t-shirt ab in den anzuglosen schlaf

_fall_veveří 17, 602 00 brno
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vor der abreise sprach ich einen freund
(wir waren zusammen in juráčeks ein fall für einen henkerslehrling)
noch unter dem eindruck des films der in der originalsprache gezeigt worden war sagte er
gruß an petr b.
niemand stört mich
was nichtschriftsteller, -künstler nicht verstehen
dass alles außen STÖRUNG ist
es keiner unterhaltung keiner an- wie aufregung bedarf
(außer der selbstgesuchten das ist dann MATERIAL)
daumenkino der orte an denen ich gewesen
ein stadtplan der anzeigt wo ich ging saß und stand
je mehr bei der sache je länger je seltner
desto schwächer schiefer oder stärker der strich
tagwege irrwege nachtläufe morgen(land)fahrten
das pflaster weiß noch jeden schritt sprung und tritt